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AGO Vereinsabend mit Essen

Freitag, 21. Februar 2020, 19:00 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Anlass

Am 21. Februar findet in unserer Sternwarte der erste AGO-Vereinsabend mit Nachtessen in diesem Kalenderjahr statt.

Wir beginnen um 19 Uhr mit dem kulinarischen Teil. Da meine Kochkünste eher auf den Hausgebrauch zugeschnitten sind, habe ich mich für ein Menü entschieden, bei dem fast nichts schief gehen kann. Nach einem kleinen Apéro gibt es „Gschwellti mit Chäs“.

Traditionsgemäss wird nach dem Essen ein kleiner Vortrag angeboten. Thema des Abends wird das „James Webb Space Teleskop (JWST)“ sein, dessen Start voraussichtlich im März 2021 erfolgen wird. Anhand eines 1:40 Modells der Marke Eigenbau schauen wir uns die Konstruktion und die Funktion dieses imposanten Weltraumteleskops an. Wir werden auch einige Probleme sehen, die bei diesem Projekt gelöst werden mussten und den komplizierten Ablauf der Mission vom Start bis zur Endposition im Lagrangepunkt 2 betrachten. Da das JWST oft auch als Nachfolger des mittlerweile 30 Jahre in Betrieb stehenden „Hubble“ bezeichnet wird, drängt sich auch ein kurzer Vergleich der beiden doch sehr unterschiedlichen Weltraumteleskope auf.

Wenn das Wetter mitspielt werden wir selbstverständlich auch ein paar Blicke durch unsere terrestrischen Teleskope werfen und am späteren Abend vielleicht eine Serie Astrofotos schiessen. Der Winterhimmel hat diesbezüglich ja so einiges zu bieten.

Aus organisatorischen Gründen (Einkauf Nachtessen) bitte ich Vereinsmitglieder, die am Nachtessen teilnehmen, um eine Anmeldung bis am 19.02.2020.

- Remo Glaisen

Bericht

Am Freitag, den 21. Februar, trafen sich acht Mitglieder zum vereinsinternen AGO-Abend auf der Sternwarte. Nach einem kleinen Apero konnten wir Gschwellti mit verschiedensten Käsesorten geniessen. Das Essen wurde mit Kaffee und Fasnachtschüechli abgerundet. Danach hielt Remo, der Organisator des Abends, einen Vortrag über das James-Webb-Teleskop, das im nächsten Jahr auf die Reise ins Weltall gehen soll.

Als Nachfolger des allseits bekannten Hubble Teleskops wurde ab 1996 das Next Generation Space Teleskop geplant. Enorme Kostenüberschreitungen führten fast zu einem Abbruch des Projektes. Mit Unterstützung der Europäer (ESA) und der Kanadier (CSA) wurde das Unternehmen unter dem Namen James-Webb-Weltraumteleskop dann doch fortgesetzt. Dies in Erinnerung an James Edwin Webb, den NASA-Chef von 1961 bis 1968, unter dem u.a. das Apollo- Projekt durchgeführt wurde. Aktuell soll es am 30. März 2021 ins Weltall gebracht werden.

Hubble- und James-Webb-Teleskop (James Webb Space Telescope, JWST) unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Da ist zum einen die Grösse. Während das Hubble-Teleskop bequem mit einem Shuttle transportiert werden konnte, muss das JWST für den Transport mit einer Ariane-Rakete gefaltet werden. Remo baute zum Grössenvergleich Modelle vom Hubble- und James-Webb-Teleskop, sowie von unserer Sternwarte. Während der Spiegel bei Hubble einen Durchmesser von 2.4 m hat, ist er beim JWST 6.5 m. Das optische System des Hubble ist ein Ritchey-Chrétien-Cassegrain mit zwei Spiegeln. Im JWST wird ein Korsch-Spiegelsystem mit Hauptspiegel, Fangspiegel, Umlenkspiegel und Tertiärspiegel benutzt. Die Detektion erfolgt im Nahinfrarot (NIR) und mittleren Infrarot- (MIR) Bereich, also bei längeren Wellenlängen als das sichtbare Licht.

Während das Hubble-Teleskop eine Erdumlaufbahn in etwa 660 km Höhe hat, was mehrere Service-Missionen erlaubte (z.B. das Aufsetzen der «Brille» zur Korrektur des Linsenfehlers), wird das James-Webb-Teleskop in den Lagrange- Punkt L2., d.h. in 1.5 Mio. km Entfernung von der Erde gegenüber der Sonne gebracht. Das bedeutet, dass beim Entfalten und bei der Inbetriebnahme nichts schief gehen darf. Sonst wäre das Projekt gescheitert. Dies ist auch einer der Gründe für die Verzögerungen bei der Umsetzung des Projektes.

Die Mission soll Licht der ersten Sterne und Galaxien einfangen und so Informationen zur Entwicklung der ersten Sterne nach dem Urknall liefern. Ausserdem soll bei Exoplaneten nach organischen Substanzen in deren Atmosphäre gesucht werden, um Hinweise auf extraterrestrisches Leben zu erhalten.

Nach dem Vortrag bot der sternenklare Himmel bei wenigen Grad unter dem Gefrierpunkt Gelegenheit zum Beobachten, Fotografieren und Üben an den Teleskopen. Leider trübte der kalte Wind etwas das Vergnügen.

Wir danken Remo herzlich für die Organisation des Abends, das köstliche Abendessen und den interessanten Vortrag.

An diesem Abend nahmen Jasmin, Yvette, Aurel, Claudio, Michael, Remo, Robert und Thomas teil. Martin musste leider kurzfristig absagen.

- Michael Hauck

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