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AGO intern; Klaushöck

Samstag, 07. Dezember 2019, 19:00 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Anlass

Am 7. Dezember findet ab 19 Uhr auf der Sternwarte der diesjährige Klaushöck statt. Martin wird den Abend organisieren. Eine Anmeldung ist dieses Mal nicht nötig.

Aus astronomischer Sicht zeigt sich an diesem Abend der Mond im 11. Tag nach Neumond, d.h. der Erdtrabant ist schon zu Dreiviertel beleuchtet. Die rechte Seite ist geprägt von den grossen Ebenen der diversen Meere. Im Süden fällt der Krater Tycho mit seinem ausgedehnten Strahlensystem auf. Etwa in der Mitte sieht man Copernicus, ein Krater mit 93 km Durchmesser und einem 4000 m hohen Wall.

Am Sternenhimmel machen sich nun die klassischen Wintersternbilder mit Orion, Stier, Zwillinge und Fuhrmann breit.

Bericht

Orientiert sich der Samichlaus bei seinen langen Reisen mit Hilfe der Sterne? Das wollten die neun AGO Mitglieder herausfinden, die sich am Samstag 7. Dezember in unserer Sternwarte zum Klaushöck trafen. Die Stimmung war perfekt: eine winterliche Landschaft mit viel Schnee, Bergen und einen hellen Mond am Himmel.

Doch der Samichlaus kam nicht. Auch beim „Santi Niggi Näggi“-Ruf nicht. Vielleicht weil wir einen Tag zu spät waren … oder vielleicht war er noch anderswo sehr beschäftigt … oder er kannte einfach die Adresse unserer Sternwarte nicht. (Jawohl, unsere Sternwarte hat eine offizielle Adresse gemäss Eidg. Wohnungsregister: Sternwarte Simplon Adler, Rotelsch 10, 3907 Simplon Hospiz.)

Und so kam der Samichlaus nicht. Dafür aber, mit einem voll beladenen Sack, unser Präsident Martin, ohne langem weissen Bart, ohne Bischofsmütze und ohne Schmutzli, aber mit all dem, was man sich vom Samichlaus normalerweise wünscht: Mandarinen, Nüsse, Schokolade, Kuchen und noch mehr: nämlich eine ganz besondere Fonduemischung aus dem Lötschental, wie man weit und breit keine andere findet.

Nach dem Apéro machten sich Martin und Claudio in der Küche an die Arbeit und bald standen zwei volle Caquelons auf dem Tisch „Chlii stinkä darf es“ natürlich, aber alle waren von der Qualität der Käsemischung mehr als überzeugt, und ziemlich bald war alles, inklusive feine Kruste am Boden des Caquelons verspeist. Das Wetter war einigermassen gut, nicht einmal sehr kalt, doch der Wind blies ziemlich lebhaft, so dass man es für kälter hielt als es tatsächlich war. Aber schlussendlich ist eine Sternwarte da, um in den Himmel zu gucken. Der Mond konnten wir ziemlich gut beobachten, mit sehr feinen Details, doch sein Licht störte die Beobachtung von weiteren Objekten erheblich. Irgendwann kam der Orion, der sich bis gegen 22 Uhr hinter dem Berg versteckte, doch noch heraus. Also Meade Richtung Orionnebel …. aber zuerst wieder aufwärmen bei Kaffee, Kuchen und Lebkuchen …

Als man dann eine Viertelstunde später an das Okular ging, war man ziemlich erstaunt … ja ja der Mond war ziemlich störend, aber M 42 ist doch sehr hell und man konnte wohl etwas mehr erwarten. Kaum sichtbar, extrem schwacher Kontrast, enttäuschend. Bis jemand heraus-fand, dass die Taukappe vergessen worden war und dass die Vorderlinse des Meades mit einer dünnen Eisschicht überzogen war. Also Föhn her und behutsam erwärmen, irgendwann war die Schicht weg und man konnte endlich etwas sehen. Wir versuchten M1 und es brauchte schon VIEL Übung und etwas Bewegung im Okular, um überhaupt etwas zu sehen, oder besser zu erahnen. Mehr Glück hatten wir mit offenen Sternhaufen wie die Plejaden oder M38. Dann zurück zum heissen Kaffee, Küche aufräumen, einpacken und kurz vor Mitternacht verliess die ganze Gruppe die Sternwarte. Die ganze Gruppe? Nein, Thomas blieb trotz Kälte und aufkommende Nebelschwaden noch eine Weile, um einige Bilder aufzunehmen.

Ein herzliches Dankeschön unserem Präsidenten Martin für die Organisation und die feinen Sachen, die er, quasi als Stellvertreter des Samichlaus, mitgebracht hat. Und an seiner Frau für den feinen Schoko-Cake.

Mit von der Partie waren neben Martin Yvette, Jasmin, Alma und Hanspeter, Robert, Remo, Thomas und Claudio.

Santi Niggi Näggi, komm im nächsten Jahr doch wieder!

- Claudio Abächerli

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