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AGO und öffentlicher Beobachtungsabend

Freitag, 20. Oktober 2017, 20:00 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Anlass

Am Freitag, den 20. Oktober, findet ab 20 Uhr ein öffentlicher Beobachtungsabend in unserer Sternwarte auf dem Simplonpass statt. Bei unsicherer Witterung gibt die AGO-Webseite Auskunft, ob der Anlass durchgeführt wird.

Im Westen steht das raumfüllende Sternbild Herkules. Es enthält den berühmten Kugelsternhaufen M13, der etwa 25'000 Lichtjahre entfernt ist. Darüber trifft man auf die Leier mit dem hellen Hauptstern Wega und dem beeindruckenden Ringnebel M57. Wega ist Teil des Sommerdreiecks mit den weiteren Ecksternen Altair im Adler und Deneb im Schwan. Deneb, die Schwanzfeder des Schwans, steht praktisch im Zenit. Albireo, der Kopf des Schwans, ist ein Doppelstern mit einer orangen und einer blauen Komponente. Der Schwan fliegt sozusagen durch die Milchstrasse. Im Südwesten sieht man das Sternbild Pegasus mit seinem auffälligen Quadrat in der Mitte, das auch als Herbstviereck bezeichnet wird. Verlängert man die obere Kante nach Osten kommt man zur Andromeda.

Der gleichnamige Nebel ist eine Spiralgalaxie in 2.5 Millionen Lichtjahren Entfernung, die unserer eigenen Galaxis ähnelt.

Im Osten steigen allmählich die Wintersternbilder auf. Zuerst zeigen sich die Plejaden im Stier. Der offene Sternhaufen ist besonders schön in einem Fernglas anzuschauen. Dann folgt der Kopf des Stiers mit den Hyaden und dem Hauptstern Aldebaran. Der obere der beiden Hornspitzen ist bereits Teil des Fuhrmanns, deren hellste Sterne ein markantes Fünfeck bilden. Über dem Fuhrmann sieht man den Perseus mit dem Messier-Objekt M34, einem offenen Sternhaufen. Der zweithellste Stern im Perseus, Algol, ist ein bedeckungsveränderlicher Stern, dessen Helligkeit zwischen 2.3 und 3.5 mag schwankt.

Bericht

Um 19:30 Uhr trafen Claudio und Remo bei der Sternwarte ein. Der Himmel war ziemlich wolkenverhangen, aber im Südwesten bestand Hoffnung, dass ein paar Objekte beobachtbar sein könnten. Während Claudio als Leiter des Abends den Schulungsraum für den Besucheransturm vorbereitete, begann Remo in der Sternwarte mit dem Ausrichten der Teleskope. Bereits vor dem offiziellen Beginn um 20 Uhr trafen die ersten Besucher ein. Sie konnten noch einen Blick auf den Planeten Saturn werfen, der tief am Westhimmel seinem Untergang entgegenging. Trotz der grossen Luftunruhe konnten die Saturnringe noch erkannt werden. In der fortschreitenden Dämmerung wurden immer mehr Sterne sichtbar. Zwischen den vorbeiziehenden Wolken gelang es immer wieder, einzelne Sternbilder in ihrer vollen Grösse zu zeigen. Während sich der Beobachtungsraum immer mehr füllte, visualisierte Claudio die Sternkonstellationen für die staunenden Gäste mit seinem Laserpointer. Gegen 20:30 Uhr versammelten sich bereits an die 30 Personen um die Teleskope. Leider vermehrte sich auch die Zahl der Wolken. Einzig im Westen blieb die Sicht noch einigermassen klar. So konnten zumindest die Kugelsternhaufen M13 und M92 im Herkules, der Ringnebel M57 in der Leier und der Hantelnebel M27 im Füchschen durch das grosse Clubteleskop bewundert werden. Nach mehr als einer Stunde unter freiem Himmel bat Claudio die Anwesenden in den Theorieraum, um seinen Vortrag über das Universum zu präsentieren. Die 24 Stühle waren alle besetzt. Zusätzlich wurde die Ablage an der Nordseite des Raums als Sitzgelegenheit genutzt. So „verstaute“ Claudio an die 35 Personen im Schulungsraum. Später eingetroffene Besucher wurden von Remo und Herbert im Beobachtungsraum empfangen. Zu beobachten gab’s zwar nicht mehr viel, aber als Ersatz unterhielten wir die sehr interessierten „Nachzügler“ mit einem Besuchervortrag „Outdoor“ auf dem iPad. So hatten sie auch Gelegenheit, viele Fragen zu stellen.

Gegen 22:45 Uhr schloss Claudio seinen Vortrag und die dazugehörige „Fragestunde“ ab. Da der Himmel mittlerweile komplett wolkenverhangen war, wurde die zweite Beobachtungsrunde nicht mehr gestartet. Die ca. 40 Besucher zeigten sich begeistert vom Gesehenen und Gehörten. Einige von ihnen versicherten, bei nächster Gelegenheit und besserem Wetter wieder in die Sternwarte zu kommen und machten sich auf den Heimweg.

Folgende AGO-Mitglieder waren anwesend: Claudio, Herbert, Remo.

Abschliessend erlaube ich mir die Bemerkung, dass das Interesse an den öffentlichen Beobachtungsabenden bei den Vereinsmitgliedern offensichtlich immer mehr abnimmt. Bei Besucherzahlen von über 30 Personen wird es schwierig, die Gäste angemessen zu begleiten, wenn nur 2-3 Vereinsmitglieder anwesend sind, die aktiv mithelfen können. Besonders bei guten Wetterverhältnissen muss diesem Umstand vermehrt Beachtung geschenkt werden.

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